Vertreterversammlung 2021

Vertreterversammlung der Volksbank Breisgau-Markgräflerland fand auch dieses Jahr wieder im schriftlichen Verfahren statt

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 war ein besonders herausforderndes Jahr, das vor allem durch die COVID-19-Pandemie geprägt war. Vieles musste bei der Volksbank Breisgau-Markgräflerland angepasst oder verändert werden. Trotz dieser Schwierigkeiten setzte die Bank ihren stetigen Wachstumskurs fort und konnte in allen Geschäftsbereichen sehr gute Zuwächse verzeichnen. Es hat sich einmal mehr bewiesen, dass die Bank sehr flexibel und modern aufgestellt ist.

Wie bereits im vergangenen Jahr ließ die Corona-Pandemie keine Präsenzveranstaltung für die Vertreterversammlung zu. Diese fand daher zum zweiten Mal in der Geschichte der Bank im schriftlichen Verfahren statt.

Zum Versammlungsbeginn am 01.06.2021 erhielten alle 392 Vertreter*innen der Volksbank Breisgau-Markgräflerland die ausführlichen Berichtsunterlagen per Post zugeschickt. Daraufhin fand eine zweiwöchige Aussprachephase statt, in der Fragen an den Vorstand und die Vorsitzende des Aufsichtsrates gestellt werden konnten. Diese Fragen wurden persönlich beantwortet und in einem geschlossenen Bereich der Homepage sowie schriftlich zur Verfügung gestellt, so dass alle Vertreter*innen die Aussprache mitverfolgen konnten. Bis zum 23.06.2021 konnte über die einzelnen Tagesordnungspunkte per Briefwahl abgestimmt werden. Von der Möglichkeit, ihr Mitbestimmungs-recht aktiv wahrzunehmen, haben 54 % aller Vertreter*innen Gebrauch gemacht. Die Beschlüsse wurden am 25.06.2021 nach Auszählung unter Aufsicht eines Justiziars des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes von der Versammlungsleiterin festgestellt.

In den Berichtsunterlagen gab der Vorstand einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2020 und erläuterte die wichtigsten bilanziellen Kennzahlen. Zudem wurde über aktuelle Themen und deren Auswirkungen für die Bank informiert.

Die deutsche Wirtschaft leidet an den Folgen der Corona-Krise. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen und schnelle Kreditzusagen durch Banken haben aber dazu beigetragen, Schlimmeres zu verhindern. Handelskonflikte, schwächere Weltkonjunktur und Brexit-Chaos setzten der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zu. Hinzu kamen die Probleme in der Automobilbranche. Noch längere Zeit werden Branchen wir Tourismus, Gaststätten- und Veranstaltungsgewerbe oder Luftverkehr unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen war 2020 für die Volksbank Breisgau-Markgräflerland ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme – die Summe aller Geschäfte, die die Bank im eigenen Namen und auf eigenes Risiko getätigt hat – wuchs um 99 Mio. Euro und hat mit 2.021 Mio. Euro erstmals die 2-Milliarden-Grenze überschritten.

Bei den Kundenanlagen hat sich im Berichtsjahr der in den Vorjahren zu beobachtende Trend weiter fortgesetzt: Die Anleger vermieden langfristige Geldanlagen und bevorzugten liquide Anlageformen. Dies ist vor allem auf das anhaltende äußerst niedrige Zinsniveau zurückzuführen.

1.486 Mio. Euro (+3,0%) haben die Kunden der Volksbank anvertraut. Hinzu kommen 740 Mio. Euro, die Kunden in Aktien oder Fonds bei den Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe angelegt haben.

Auf der Aktivseite ist die größte Position das Kundenkreditgeschäft. Getrieben durch eine weiterhin lebhafte Bautätigkeit wurden im privaten Wohnungsbau 36 % mehr Kredite vergeben als im Vorjahr. Im Geschäft mit Firmenkunden standen die Investitionsfinanzierungen im Vordergrund. Die Forderungen an Kunden inkl. Eventualverbindlichkeiten erhöhten sich auf 1.229 Mio. Euro. Das gesamte Kunden-kreditvolumen inkl. der über den Genossenschaftlichen FinanzVerbund vergebenen Kredite konnte um 5,2 % auf 1.411 Mio. Euro gesteigert werden.

Der Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die Auswirkungen des nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Der Zinsüberschuss reduzierte sich auf 30,5 Mio. Euro. Das Provisionsergebnis belief sich auf 12,9 Mio. Euro. Steuern im Umfang von 2,3 Mio. Euro und die Zuführung zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken ergaben einen Jahresüberschuss von 3,4 Mio. Euro. Der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses und der Zahlung einer Dividende stimmte die Vertreterversammlung zu. Die Bank ist mit einem nunmehr bilanziellen Eigenkapital von 222,6 Mio. Euro bestens für die Zukunft gerüstet. Für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Vorstand und Aufsichtsrat von der Vertreterversammlung entlastet.

Der Start in das Geschäftsjahr 2021 war zufriedenstellend. Die Kreditnachfrage nach privaten und gewerblichen Krediten lag über den Planungen. Wichtige Zukunftsprojekte konnten gestartet oder weitergeführt werden. Leider ist die Corona-Krise noch nicht vorbei. Unabwägbarkeiten werden die Volksbank für einige Zeit weiterhin begleiten. Auch die Konjunktur bleibt mit vielen Unsicherheiten behaftet, es wird aber im Einklang mit volkswirtschaftlichen Prognosen eine Konjunkturerholung erwartet. Bargeldlose Dienstleistungen werden weiterhin boomen und der digitale Wandel sich beschleunigt fortsetzen.

Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrates standen Veränderungen an. Aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze schied Freddo Dewaldt aus dem Gremium aus. Damit endete eine langjährige erfolgreiche Ära. Freddo Dewaldt wurde 2002 in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Breisgau-Süd gewählt. Von 2014 bis 2018 war er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Mit viel Sachverstand, Kompetenz und großem Engagement hat er sich in seiner Amtszeit für die Belange der Bank, der Kunden und der Mitglieder eingesetzt. Für seine Verdienste um das Genossenschaftswesen wurde er mit der Ehrenurkunde des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet.

Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden Martin Heiler, Gabriela Krämer, Hubert Schelb und Josef Schweizer. In seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat Susanne Hierholzer als Vorsitzende bestätigt. Stellvertreter ist weiterhin Dr. Hans Christian Maier.

Über alle Beschlussfassungen und die Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die Vertreter abschließend wieder schriftlich informiert.