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Kunstsammlung

WerteHaus Volksbank Breisgau-Markgräflerland eG

 

ZU DEN PRÄGEDRUCKEN
VON RÜDIGER SEIDT

o.T. Prägedruck in Büttenkarton 2003 und 2004, 28x39 cm, Auflage 8/12 und Auflage 6/12

Vom Bildhauer Rüdiger Seidt stammt die „Eschbacher Tulpe“, die man vom Atrium des Hauptgebäudes aus sehen kann. Formal, ästhetisch und inhaltlich erfüllt die aufs Wesentliche reduzierte, attraktive und von allen Seiten überzeugende Gestalt seiner Tulpenform den Wunsch nach einem Objekt, an dem sich der Blick in den Garten ausrichten kann. Passend zum Bankgeschäft spielt sie mit auf den hohen Spekulationswert der Tulpenzwiebeln im 17. Jahrhundert an, für die schwindelerregende Preise bezahlt wurden. Für uns heute ist die Tulpe eine ganz vertraute und übliche Frühlingsblüherin.

Im Atrium selbst setzt Rüdiger Seidt mit seinem „Lineagramm“ einen der Außenskulptur verwandten - und doch wieder ganz eigens für diesen Raum geschaffenen Akzentpunkt. Eine vorhandene Zeichnung im Bezug zu den Tulpenarbeiten schuf die Inspiration für den Wunsch nach einer Auftragsarbeit, die der großen Halle eine stilvolle, dezente Prägung geben könnte. Mit ihrer gekreuzten und lang auslaufenden, geschwungenen Linie, vervollkommnet sie als organische Form die Wirkung der geometrisch klar ausgerichteten Architektur.

Angelehnt an diese Formensprache entwickelt Rüdiger Seidt auch Prägedrucke auf besonders schwerem Büttenkarton, die nun in Bezug stehen zu den zwei oben erwähnten Werken. Sie schaffen somit eine schöne Verbindung zwischen den Gebäuden und ihren Nutzer:innen.

Die Reliefstruktur der Prägedrucke berührt visuell und haptisch. Wer sich in den stillen, ganz in Weiß gehaltenen Arbeiten versenkt, die harmonische Linienführung betrachtet, kommt wirklich zur Ruhe. Rüdiger Seidts Kunstwerke erfüllen unser tiefes Bedürfnis nach Harmonie und Schönheit.

Eva Mueller
Kunstberaterin