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Kunstsammlung

WerteHaus Volksbank Breisgau-Markgräflerland eG

 

ZU DEN WERKEN
VON DANIEL SCHLINDWEIN

2 Fotografien, Fine Art Prints auf Aludibond, je 60 x 80 cm, 2015

Konferenzraum EG Hauptverwaltung

 

Daniel Schlindwein thematisiert die heimatliche Landschaft auf ganz besondere Weise. Er nähert sich ihr meist nachts, wenn die Farben verblassen, nur Teilbereiche in künstliches Licht getaucht sind. Kompositorisch reizen ihn gerade diese Hell-Dunkel Aspekte: Der Perspektivwechsel, wenn wir nicht alles klar überblicken, die Übergänge von Ahnen, Erkennen und nicht einordnen können.

Seine Fotografien für den Konferenzraum erinnern an Dagobert Ducks Geldspeicher, in dem er immer wieder ein erfrischendes Bad nimmt. In Wirklichkeit handelt es sich um Details, aus dem Zusammenhang genommen, vergrößert, herangeholt, die Daniel Schlindwein beim Kiesabbau aufnahm. Er spielt damit, dass die Kiesgruben auch eine Art Goldgrube für die Region sind. In der Volksbank ergibt sich noch ein augenzwinkernder Vergleich des umgangssprachlichen Wortes „Kies“ für jegliche Art von Geldgeschäften.

Aber Daniel Schlindwein rückt auch in den Fokus, worüber wir normalerweise hinwegsehen. Er entdeckt Landschaften in Pfützen, Laubhaufen, umgestürzten Bäumen, Sandspuren. Damit wirft er Fragen auf. Wie rezipieren wir Landschaft? Welchen Schönheitsidealen soll sie entsprechen? Woran erkennen wir Heimat? Was ist Natur – was ist Kunst? Womit definieren wir die Landschaft und ihren Wert in einer Region? Wie sehr haben wir Grund und Boden vermarktet, nutzen, ja beuten ihn aus, wenn wir darin einen Gewinn für uns sehen? Was verstehen wir unter Zivilisation? Im Konferenzraum weisen die Fotografien natürlich auch darauf hin, an welchen Werten wir uns beim Thema Geldgeschäft orientieren.

Wie das Gewerbegebiet Eschbach zeigt, kann gerade die spezifische Nutzung eines Bereichs dafür sorgen, dass sich daneben Wildnis breit macht und günstige Bedingungen für seltene Pflanzen und Tiere entstehen, die anderen Orts gar nicht mehr überleben können. Auch dieser hoffnungsvolle Aspekt klingt in den Fotografien von Daniel Schlindwein an.


Eva Mueller
Kunstberaterin