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Kunstsammlung

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WOLFRAM SCHEFFEL

„Spuren im Schnee“,
Holzschnitt, 36 x 50 cm auf 50 x 65 cm, 10 Farben, 4 Druckstöcke, 2008

Über der Empfangstheke im Atrium Hauptgebäude

 

Wolfram Scheffel reduziert seine Intention in einem formal sehr strengen und klaren Aufbau, häufig in kräftigen Farben akzentuiert, auf die wesentliche Aussage. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeiten stehen besondere Orte und Landschaften. Er zeigt sie uns aus der Distanz. So als stünden wir erhöht auf einem Berg, einem nahen Gebäude oder betrachteten die Szenerie aus der Vogelperspektive.

Häuser, Städte, Berge, Täler, sie sind immer menschenleer. Der Hinweis auf die „Spuren im Schnee“ ist für diesen Künstler schon ein seltener Bezug auf eine bewohnte Gegend, seien die Spuren nun von Mensch oder Tier.

Der Künstler zeigt Eindrücke von seinen Reisen, sammelt Motive und Blickwinkel, die ihn faszinieren, die sich eignen in dieser reduziert grafischen Umsetzung ihre Wirkung zu entfalten. Das Besondere an seinen Bildern ist gerade die Verbindung von malerischen Flächen in starker Farbigkeit mit einer eigentlich zeichnerischen  Auffassung, in einem streng abgegrenzten, geometrischen Formenkanon.

Ganz typisch für Wolfram Scheffels Bildkompositionen ist auch die auffallende Lichtführung mit tiefen Schattenbereichen. So entstehen harte Kanten, klar abgegrenzte Farbfelder, die Anmutung gleißenden Sonnenlichts im Kontrast zu den dunklen Baumgruppen, die wir sofort mit dem Bild des nahen Feldbergs, Teilen des Schwarzwalds, assoziieren können. Faktisch Unmögliches: Mittagssonne auf dem Schnee und herbstlich-rotes Sonnenuntergangslicht auf den Wäldern tauchen gleichzeitig auf. Sie erwecken den Eindruck einer filmischen Aufnahme, die uns die Landschaft im Tagesablauf und jahreszeitlichem Wechsel erahnen lässt.

 

Eva Mueller
Kunstberaterin